Johann Karasek –

 

ein legendärer

 

Räuberhauptmann

 

der Oberlausitz

 

 

Den Namen Karl Stülpner kennt man weit über das Erzgebirge hinaus. Dieser Räuber­hauptmann und Wildschütz ist mit seinen verwegenen Aktionen zu Anfang des 19. Jahrhun­derts gegen die damalige Obrigkeit und ihren willfährigen Helfern bis auf den heutigen Tag im Volksmund unvergessen. Auch in der Literatur haben die legendären Unternehmungen des Stülpners vielfach Erwähnung gefunden.

 

Dass aber auch die Oberlausitz fast zur selben Zeit einen ähnlich wirkenden Räuberhaupt­mann mit Namen Johann Karasek aufweisen konnte, ist wohl nicht so bekannt. Dieser Räu­ber hat sich jahrelang auch im nördlichen Grenzgebiet des Görlitzer Kreises aufgehalten. Der um 1765 geborene Johann Karasek (sein Familienname ist in verschiedener Schreib­weise vorhanden) stammte aus Smichow bei Prag. In Böhmen erlernte er auch das Tischler­handwerk und musste dann als kaiserlicher Soldat seiner Pflicht genügen. Doch gegen den harten und ihm verhassten Militärdienst für fremde Interessen rebellierte er mehrfach, so dass der junge Tischlergeselle bald eine der damals gefürchtetsten Soldatenstrafe am eignen Leib zu spüren bekam und „Spießrutenlaufen" musste. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass Karasek seinen kaiserlichen Soldatenrock in die Ecke warf, desertierte und Böhmen verließ.

Eine neue Heimat fand er in der nahen Oberlausitz. Anfangs noch unstet, ließ er sich in dem am nördlichen Rand der Königshainer Berge gelegenen kleinen Dörfchen Wiesa zeitweilig nieder. Hier kaufte sich Karasek ein Häuschen und ging dort mehrere Jahre seinem erlern­ten Handwerk zur allgemeinen Zufriedenheit nach.

Es müssen wohl die großen sozialen Ungerechtigkeiten jener Zeit gewesen sein, die Johann Karasek in erneute Konflikte mit der damaligen Obrigkeit brachten. Er verkaufte nämlich das Häuschen in Wiesa, gab seinen Beruf auf und schloss sich einer in verschiedenen Gegen­den unseres Gebietes wirkenden Räuberbande an, die aus ruinierten Handwerkern , deser­tierten Soldaten, entlaufenen leibeigenen Bauern und anderen sozial entwurzelten Män­nern bestand. Karasek wurde aufgrund seiner Klugheit, vielfach bewiesenen Muts, aber auch wegen seines Gerechtigkeitsgefühles bald der Anführer der Bande. Von Anfang an achtete jedoch der ehemalige Tischler und Soldat streng darauf, dass seine Opfer aus der be­sitzenden Schicht stammten, denn die Not der armen Bevölkerung kannte er aus unmittel­barer Anschauung selbst zu Genüge.

Diese Tatsache und die häufige Unterstützung der durch obrigkeitliche Willkür in Not gera­tenen Minderbemittelten von seilen Karaseks sorgten bald dafür, dass der Räuberhaupt­mann bei den Armen in Stadt und Land als Freund angesehen wurde und sie ihn oft vor den häufigen Verfolgungen seiner zahlreichen Häscher warnten oder ihm gar Unterschlupf ge­währten. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass noch zu Lebzeiten Karaseks allerhand sagenhafte Geschichten über ihn im Volksmund vorhanden waren.

Pages to the People

Besucherzaehler

http://goerlitz-album.jimdo.com/

Bilder aus Görlitz von Gestern

und Heute - eine über 900 jährige

Stadt aus den vier Kulturepochen

Gotik, Renaissance, Barock und

Historismus

H a u p t s e i t e

u.a. zur Innenstadt, Parkanlagen,

und Eindrücke vom Tag des

Denkmals, Warenhaus u.a.

Interessantes.

http://sagenhaftes-goerlitz.jimdo.com/

stellt eine Vielzahl von Sagen

der Stadt Görlitz vor. Durch

Fotos wird eine Verbindung

zur Gegenwart hergestellt.

Ergänzt wird dieses Thema

passend mit Interessantes aus

der Nikolaivorstadt,den Kirchen,

den Friedhöfen und bedeutenden

Persönlichkeiten von Görlitz

 

http://via-regia-goerlitz.jimdo.com/

zeigt die Via Regia von Görlitz

sowie viele schöne Eindrücke

aus der Altstadt.

Ergänzt wird dieses Thema von

Bildern entlang der Neiße.

http://suedstadt-goerlitz.jimdo.com/

Die Südstadt ist ein im Süden vom

Zentrum gelegener Görlitzer Stadtteil.

Ihr Erscheinungsbild ist geprägt

durch die zusammenhängende

Gründerzeitbebauung, die auch

einen Schluss auf ihre Entstehung

Ende des 19. Jahrhunderts zulässt.